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Februar 03, 2022

Hauttyp bestimmen: Mache den Test und finde deine optimale Hautpflege

Hauttypen-Tests werden von Kosmetikerinnen oft empfohlen. Doch nicht in jedem Fall muss dieser teuer sein. Zumindest grob bestimmen kannst du den Typ nämlich selbst. Wie das geht, erklären wir dir in diesem Artikel.

Du erfährst von den Unterschieden zweier Hauttypen-Tests und wir beantworten die Frage, wofür die Tests überhaupt gut sind. On top erhältst du wertvolle Pflegetipps für deinen individuellen Hauttyp.

Welche Hauttypen gibt es?

Es gilt zunächst zwischen zwei verschiedenen Arten von Tests zu unterscheiden.

  • Hauttyp bestimmen: Sonne

In Bezug auf die Sonne werden sechs verschiedene Hauttypen unterschieden. Hierbei ist neben deiner Haut- auch deine Haar- und Augenfarbe ein Merkmal, das mit in die Betrachtung fällt. Die offiziell anerkannte Einteilung ist auch als Fitzpatrick-Skala bekannt. Thomas Fitzpatrick ist der Hautarzt, der diese im Jahr 1975 an der Harvard Medical School entwickelte. Seither stützt sich unter anderem auch das Bundesamt für Strahlenschutz bei ihren Empfehlungen auf diese.

  •  Hauttyp bestimmen: Gesicht

Geht es um das Gesicht, gibt es vier bis sechs verschiedene Hauttypen. Diese beschreiben deine Hautstruktur und deren Eigenschaften. Insbesondere die Gesichtshaut verändert sich durch viele Faktoren. Das sind etwa dein Alter, deine Ernährung und äußere Umwelteinflüsse. Mit der Bestimmung deines Hauttyps kannst du selbst viel Einfluss auf deine Hautgesundheit nehmen. So kannst du mit der richtigen Pflege Hautprobleme in den Griff bekommen und sogar Alterungserscheinungen hinauszögern.

Bitte beachte, dass die von uns im Folgenden beschriebenen Ausführungen über die Bestimmung der Hauttypen Richtwerte darstellen. Oftmals ist der Übergang verschiedener Hauttypen fließend. Um auf Nummer sicher zu gehen, ist ein professioneller Hauttypen-Test bei einem Dermatologen empfehlenswert.

Wie kann ich meinen Sonnen-Hauttyp bestimmen?

Mit der Fitzpatrick-Skala kannst du deinen Hauttyp schnell bestimmen. Danach weißt du zumindest im Groben, welcher Sonnen-Typ du bist.

  • Sieh dir dazu deine ungebräunte Haut und deine Augenfarbe im Spiegel bei Tageslicht an.
  • Hast du gefärbte Haare, betrachte deinen Haaransatz oder suche dir ein Foto von dir mit deiner Naturhaarfarbe heraus.
  • Überlege dir zudem, was deine Haut oft auszeichnet (z. B. Sommersprossen, schnelle oder langsame Bräunung, selten oder schnell Sonnenbrand)
  • Vergleiche deine Beobachtungen und Überlegungen mit der folgenden Skala.  

Welches ist dein Sonnen-Hauttyp?

Hauttyp I: sehr helle Haut, helle Augen (meist blau oder grün), rotblonde Haare, oft Sommersprossen, empfänglich für Sonnenbrand, wird gar nicht oder nur sehr schwer braun

Hauttyp II: helle Haut, helle oder braue Augen, blonde oder braune Haare, oft Sommersprossen, schnell Sonnenbrand, Bräune zeigt sich nur langsam

Hauttyp III: helle bis hellbraune Haut, oft braune Augen, dunkelblonde oder braune Haare, selten Sommersprossen, bräunt normal schnell

Hauttyp IV: hellbraune Haut, braune Augen, dunkelbraune Haare, bräunt schnell

Hauttyp VI: dunkelbraune oder schwarze Haut, braune Augen, schwarze Haare.

Was dein Ergebnis über den Lichtschutzfaktor aussagt

Bist du Europäer, wirst du dich wahrscheinlich zum Hauttyp I bis III zuordnen können.

  • Hauttyp I benötigt mit einer sehr empfindlichen Haut einen LSF über 50. Die Eigenschutzzeit deiner sensiblen Haut ohne Schutzcreme ist nur gering.
  •  Gehörst du zur Kategorie II oder III, solltest du einen LSF 30-50 wählen.
  •  Für die weniger lichtempfindlichen Typen IV und VI reicht theoretisch ein niedriger LSF 6-10 aus.

Insgesamt gilt: je höher der Faktor, desto besser. Vernachlässige nie den Gedanken, dass auch lichtunempfindliche Hauttypen nicht vor den möglichen Auswirkungen gefährlicher UV-Strahlen geschützt sind.  

Wie kann ich meinen Gesichtshauttyp bestimmen?

Wenn es um die Gesichtshaut geht, ist der reine Testablauf im Prinzip ähnlich.  

  • Reinige dein Gesicht gründlich und entferne letzte Make-up-Reste mit einem Gesichtsreiniger. Wähle einen milden, der deine Haut nicht reizt. Ansonsten könnte sich das Testergebnis verfälschen.
  • Betrachte dann deine Gesichtshaut in einem vergrößerten Spiegel.
  • Fasse zusätzlich stichpunktartig zusammen, welche Reaktionen du mit deiner Haut häufig erfährst. Ist sie zum Beispiel oft fettig oder spannt sie nach dem Duschen?

Welcher Gesichts-Hauttyp bist du?

Wenn du deine Erfahrungswerte und dem, was du offensichtlich siehst, kombinierst, kannst du deinen Hauttypen in der Regel sehr gut eingrenzen.

Normale Haut

Du hast feine Poren, rosige Wangen und eine glatte Hautstruktur? Dann hast du das große Glück, normale Haut zu haben. Sie ist der unkomplizierteste Hauttyp und in aller Regel von Problemen verschont.

Wie du normale Haut pflegst:

  • Damit deine Haut weiterhin so schön bleibt, wasche dein Gesicht täglich, insbesondere vor dem Schlafengehen. So können deine Poren durch Make-up und Luftschadstoffe nicht verstopfen. 
  • Ein alkoholfreies Gesichtswasser sorgt für eine bessere Aufnahme von Pflegecremes. 
  • Für dich eignet sich eine leichte Lotion, die deiner Haut ein wenig extra Feuchtigkeit spendet. Das hält den Teint glatt und strahlend.
Welche Inhaltsstoffe normaler Haut guttun:
  • Neben Aloe Vera können wir dir grünen Tee ans Herz legen. Auch äußerlich angewandt, hat er eine Menge gesunder Eigenschaften. Unter anderem enthält er viele Polyphenole. Das sind natürliche Pflanzenwirkstoffe, die antioxidativ und somit wie ein Schutzschild auf Umwelteinflüsse wirken. Grüner Tee ist beispielsweise in unserem erfrischenden Gesichts-Cleanser C4 enthalten.

Trockene Haut

Du empfindest deinen Hautton eher fahl und deine Haut spannt oder juckt oft? In dem Fall ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du trockene Haut hast. 

Wie du trockene Haut pflegst:

  • Der trockene Hauttyp benötigt Cremes mit einer extra großen Portion Feuchtigkeit.
  • Zusätzlich helfen kann, ein- bis zweimal eine Feuchtigkeitsmaske aufzutragen. 
  • Ein besonderer Pflegetipp sind auch ölhaltige Seren. Vor dem Schlafengehen aufgetragen sorgen sie dafür, dass die Feuchtigkeitsspeicher deiner Haut über Nacht aufgefüllt werden. Das kann sie langfristig geschmeidiger und strahlender aussehen lassen.

Welche Inhaltsstoffe trockener Haut guttun:

  • Niacinamide (Vitamin B3) in Cremes und Seren unterstützen die natürliche Hautfunktion. Diese Unterstützung trägt unter anderem dazu bei, dass deine Gesichtshaut wieder mehr Feuchtigkeit speichern kann. 
  • Dasselbe gilt auch für Produkte mit dem Power-Wirkstoff Hyluronsäure. In unseren Produkten kombinieren wir ihn gerne zusätzlich mit Vitamin C, E oder auch Retinol.

Fettige Haut

Erkennst du große Poren deutlich, deine Haut glänzt überall und von Hautunreinheiten kannst du ein Lied singen? Diese Anzeichen zeigt fettige Haut. Der Hauttyp neigt auch weit über das Jugendalter hinaus zu Akne.

Wie du fettige Haut pflegst:

  • Deine tägliche Pflegeroutine sollte aus einem sanften Cleanser und einem milden Gesichtswasser bestehen. 
  • Eine ölfreie Creme ist perfekt für dich. 
  • Ein- bis zweimal die Woche solltest du dir zudem ein Gesichtspeeling gönnen. Das hilft, abgestorbene Hautzellen abzutragen und reduziert das erneute Verstopfen von Poren. Oft siehst du bereits nach nur wenigen Anwendungen den Effekt: ein ebenmäßigeres Hautbild.

Welche Inhaltsstoffe fettiger Haut guttun:

  • Seit vielen Jahren wird sie von Dermatologen bei Akne und Rosazea verschrieben: Azelainsäure. Sie klingt immer so gefährlich, tatsächlich kommt der Stoff aber auch in unserer natürlichen Haut vor. In geringerer Dosierung bekommst du Cremes mit Azelainsäure ohne Rezept. 
  • Auch etwa Niacinamid (Vitamin B3) und Vitamin C für die Haut zählen zu den aktiven, porenverfeinernden Wirkstoffen und sind für diesen Hauttyp eine gute Wahl.

Mischhaut

Und woran erkenne ich, dass ich Mischhaut habe? Ein typisches Merkmal ist eine fettige T-Zone. T-Zone bezeichnet deine Stirn, Nase und Kinn. Deine Wangen scheinen in dem Fall hingegen zum normalen oder sogar trockenen Hauttyp zu gehören.

Wie du Mischhaut am besten pflegst:

  • Dank einer Reihe guter Pflegekombis, deren Mixtur perfekt auf die Bedürfnisse von Mischhaut abgestimmt ist, brauchst du keine unzähligen Einzelprodukte kaufen. Diese zeichnen sich damit aus, dass sie feuchtigkeitsspendend und porenverfeinernd zugleich sind. 
  • Mit einem milden Waschgel sowie Gesichtsreiniger und einer mattierenden Gesichtslotion bist du damit bereits bestens bedient. 
  • Peelings und Gesichtsmasken sind ein zusätzlicher Booster für ein ausgeglicheneres Hautbild.

Welche Inhaltsstoffe Mischhaut guttun

  • Pflege mit Salicylsäure helfen bei der Reinigung von Poren. Gleichermaßen kann sie Entzündungen heilen. 
  • Glykolsäure mindert Rötungen und unterstützt die Haut beim Zellerneuerungsprozess.

Du möchtest noch mehr über die beste Hautpflege-Routine von Mischhaut wissen? Dann ist unser Blogartikel „Mischhaut Pflege: Nährende Routinen für diesen besonderen Hauttyp“ der richtige für dich.

Reife und sensible Haut

Diese Typen können als eigene Hauttypen gezählt werden, da sie zusätzliche Pflege benötigen.

Pflegetipps für reife Haut: 

  • Zu den natürlichen – und wirksamen! – Anti-Aging-Mitteln gehört Retinol. Es unterstützt die Bildung von hauteigenem Kollagen. 
  • Hautöle mit Ceramiden, Vitamin C und natürlichem Bachukiol wirken zusätzlich wie eine sichtliche Verjüngungskur.

Pflegetipps für sensible Haut: 

  • Möchtest du ein Öl oder Serum nutzen, empfehlen wir dir Jojoba- oder Arganöl. Diese sind besonders mild. Achte darauf, dass die Produkte auch unparfümiert sind.
  • Sensible Haut reagiert auf viele Seifen und Cremes oft sofort mit Rötungen, wenn nicht gar Allergien. Verzichtest du auf jegliche Zusatzstoffe wie Parabene, Silikone und Mineralöle in der Inhaltsliste, kannst du damit bereits viel bewirken. Die braucht kein Mensch und schaden deiner Haut nur.

Das mit den Zusatzstoffen gilt im Übrigen für alle Hauttypen. Wir bei FaceTheory haben die in keiner unserer Produkte. Dafür setzen wir auf rein natürliche Inhaltsstoffe. Denn die Wirksamkeit von Kosmetikprodukten, die weder Natur noch Tier schaden, schließt sich definitiv nicht aus.

Fazit                                                    

Es wird zwischen zwei Hauttypen-Tests unterschieden. Mit dem einen kannst du herausfinden, wie hoch die Eigenschutzzeit deiner Haut in der Sonne ist. Er sagt dir auch, wie hoch der LSF deiner Sonnencreme im Mindesten sein sollte. Der andere Hauttyp-Test bestätigt dir die Beschaffenheit deiner Gesichtshaut. Ihn durchzuführen ist wichtig, um die richtige Gesichtspflege zu finden. Sie hilft dir, Probleme in den Griff zu bekommen. Oder verhindert gar, dass sie entstehen. Du siehst: Die Tests sind viel mehr als nur Schnickschnack! 


Quellen: 


Hauttyp testen: Hauttypen bestimmen | dm.de

Test: Ermitteln Sie Ihren Hauttyp | Apotheken Umschau (apotheken-umschau.de)

BfS - Die verschiedenen Hauttypen

Was ist die Fitzpatrick-Skala? (fitnesslifestylehealthclub.com)

Polyphenole: Schutzschilder für die Haut (beautypunk.com)